Samstag, 7. März 2015

Es wird wieder genäht!

Die Freundin meiner Schwester hat einen Stoffladen eröffnet und ich bin der spontanen Nähsucht verfallen. 

Eine kleine Auswahl: 

Mäppchen (oder Mäppschn, wie meine Schüler sagen) für die Schule

Omas Silberanhänger weiß endlich, wo er hingehört.
Mäppchen für die Chor-Utensilien (Bleistift, Halsbonbons, Stimmgabel, ...)
Großer Shopper aus wildem Mustermix. Mir lag sehr ...
... an der optimalen Materialausschöpfung - auch Resteverwertung genannt.

Die Mäppchen deuten auf eine neue Serienproduktion hin. Der Shopper eher nicht. Der hat einfach ewig gedauert. Aber insgesamt ist es ein schöner neuer, bzw. wiederentdeckter Zeitvertreib. 

Mittwoch, 18. Februar 2015

Februarkollektion

Obwohl wir uns hier in Köln bereits in einem Schwebezustand zwischen Winter und Frühling befinden, bin ich stricktechnisch derzeit auf eine Serienproduktion von Handstulpen festgelegt, nachdem meine Schwester mir ein Paar geschenkt hatte, das ich unbedingt nachstricken wollte.

Das Original:


Und die Variationen:








Weil man, wenn man das erste Daumenloch erfolgreich bewältigt hat, unweigerlich zu dem Schluss kommen muss, dass es nun zu Handschuhen auch kein weiter Weg mehr sein kann, ist auch ein Paar Fäustlinge dabei heraus gekommen. Allerdings ist es dafür mittlerweile wirklich zu warm. Die müssen bis zum nächsten Winter warten.


Probegetragen und für mittelkühle Februartage für tauglich befunden wurden die gezeigten Stulpen bei einem Spaziergang auf meiner Lieblingsroute am Rhein. Hier wanderte auch endlich mal wieder einiges an Treibholz in die große blaue Tüte vom schwedischen Möbelhaus. Sobald alles getrocknet ist, werde ich hier zeigen, was daraus geworden ist.
  




In Köln überall dabei: Ein Kölsch-Deckel ;-)





Dienstag, 17. Februar 2015

Ein neues Spinnrad in der Herde




Wer ein ganz bestimmtes Spinnrad haben möchte, muss zuweilen lange darauf warten. Wer zum Beispiel bei Walthers auf der Warteliste steht, weiß, wovon ich spreche ;-)

Deshalb machte ich mir erstmal wenig Hoffnungen, als ich bei einem Spinntreffen ein Leichtlen-Rad probetreten durfte, mich sofort verliebte und dann bei Familie Leichtlen anrief, um mir eines der kleinen aber sehr feinen Rädchen zu bestellen. Über die Monate vergaß ich fast, dass ich da angefragt hat und dann wagte ich, Anfang Februar mal wieder anzufragen. Und siehe da: Ein Rad im gewünschten Holz war tatsächlich fertig geworden.
Da ich eine Freundin im Raum Stuttgart habe, konnte ich mir sogar eine tolle Übernachtungsmöglichkeit organisieren. Also setzte ich mich ins Auto und fuhr fröhlich drauflos und verbrachte erstmal einen fröhlichen Abend mit viel Rotwein in Ludwigsburg.
Von meiner Freundin war es dann am nächsten Morgen nochmal eine knappe Stunde Fahrt zu den Leichtlens, aber was soll ich sagen: Es hat sich sowas von gelohnt, diese vielen Kilometer von Köln auf mich zu nehmen. Die Leichtlens sind wunderbar liebenswerte Menschen und ich hatte ganz viel Zeit an den drei vorhandenen Rädern zu sitzen, die verschiedenen Flügelgrößen auszuprobieren und mich dann schlussendlich für den mittleren und den Schnellspinnflügel zu entscheiden.

Vom Holz standen mir zweimal Kirsche (eine helle und eine dunklere) sowie einmal Walnuss zur Auswahl. Die helle Kirsche war schnell mein Favorit und so fuhr ich am Ende sehr glücklich wieder nach Köln zurück.



Dieses Rad läuft, obwohl sehr traditionell in der optischen Ausführung, technisch unheimlich modern und ausgewogen und absolut flüsterleise.
Der Einzugshaken verschwindet formvollendet als schwarze Verzierung oben im Spinnradholm und die vielen kleinen Details sind Ausdruck der absoluten Liebe zum Handwerk.


Hier noch ein Foto vom ersten Garn mit dem Schnellspinnflügel:


Montag, 2. Februar 2015

Gino

Eben kam eine traurige Nachricht aus Berlin. - Gino, mein lieber Freitagsfreund, musste heute Morgen gehen. 
In die Trauer (vor allem, weil ich ihn seit Sommer nicht mehr gesehen habe) mischt sich auch Freude darüber, dass er in seiner fantastischen Familie fast 13 Jahre alt werden durfte. Um dieses tolle Hundeleben kann ihn so manch anderer Hund beneiden. Das ist ein großer Trost.

Gino, danke für die schöne Zeit mit dir.



Samstag, 10. Januar 2015

Resterampe




Servus und ein gutes Neues Jahr Euch allen!

Der Titel dieses Posts lässt sicher nicht das Beste vermuten, es soll aber meine Tätigkeiten während der Feiertage beschreiben :-)
In meinem Zustand der absoluten Tiefenentspannung konnte ich mich nicht für größere neue Projekte begeistern (wozu für mich schon die Fertigung von Socken in Erwachsenengröße zählt) sondern lediglich zu kleinen "Dummstrickrojekten" bei denen man nicht nachdenken muss und die schnellen Erfolg garantieren.
In der nun folgenden Galerie stelle ich eine Serie von Kinderhalstüchern und Babysöckchen vor, die ich während der Feiertage fertiggestellt habe. Damit das Ganze noch befriedigender wird, hatte ich mich dazu verpflichtet, ausschließlich kleine Resteknäule zu verwenden, die zudem gut in den ansonsten ziemlich vollen Koffer passten.

Achtung, Bilderflut!

Kindersöckchen (Alpaka)
Babysöckchen (BFL/Tencel)
Kinderhalstuch (Seide/Alpaka/Babycamel)
Kinderhalstuch (BFL/Seacell)
Kinderhalstuch (BFL/Tencel)
Kinderhalstuch mit Stern
Kinderhalstuch (BFL/Tencel)
Kinderhalstuch mit Mütze 
Halstuch für Große (Merino/Seide)

Ich hoffe, es besteht nun kein Zweifel mehr darüber, dass ich jetzt sämtliche Kinder im Freundeskreis mit warmen Tüchern versorgen kann. Die Socken sind allerdings schon vergeben - an die süße Tilda.

Alle Produkte sind hergestellt in (kleines Bilderrätsel):




Montag, 1. Dezember 2014

Ein Wochenende in der Heimat ...

... brachte einige schöne Fotomotive in Mutters Garten. Die Figuren hatte ich im Sommer schon mal vorgestellt, aber in dieser Jahreszeit entwickeln sie nochmal einen ganz besonderen Charme.

Mutters kleine Figurensammlung

Auch im Detail sind die Engel...

... wirklich himmlisch.

Und die wundervollen Hortensien...

... blühen mit letzter Farbenkraft. Und, ja: Hier bin ich mit mir und der Kamera seeeeehr zufrieden ;-)





Dienstag, 25. November 2014

Eselproduktion

Nachdem Luzie so großen Anklang im Freundeskreis fand, hatte ich Lust, mich auch an einem Esel zu probieren. Ich hatte in meiner Jugend schon mal einen gestrickt, der aber bereits etwas mitgenommen wirkte. Die Anleitung hierzu (aus einem Waldorf-Büchlein für Kinderspielzeug) unterscheidet sich nur in wenigen Details (Im Hals- und Kopfbereich) von der Pferdeanleitung und dennoch staune ich, wie sehr sich durch ein paar andere Maschen und eine leicht veränderte Mähne und den eingedrehten Schweif die Charaktere der Tiere unterscheiden. Natürlich sind auch die riesigen Eselsohren ein "herausragendes" Merkmal.




Der Eselkörper besteht aus Resten von selbstgesponnener Alpakawolle, der Mähne sind Drops-Sockenwollreste zum Opfer gefallen. Ausgestopft ist das Eselchen mit einer BFL-Leinenmischung, die mir an der Haut zu kratzig ist. 

Könnte ich schon vernünftig mit Photoshop umgehen, hätte ich übrigens das vorwitzig abstehende Schweifhaar auf dem Foto noch retuschiert, aber das soll uns jetzt mal nicht stören. :-)

Ich versuche jetzt gerade, mich zum Stricken eines Komplettsatzes von Krippenfiguren zu motivieren (Es gibt auch eine Anleitung für Schafe). Aber ich fürchte, das wird dieses Jahr nix mehr. 

Der Blumenstrauß, den ich vor zwei Wochen schon mal gezeigt hatte, gibt übrigens auf dem Balkon immer noch was er kann und hat zwar etwas an Stabilität, nicht aber an Leuchtkraft verloren.