Freitag, 21. März 2014

Das Pferd von hinten aufgezäumt

Beim Stöbern in meiner Blogliste bin ich auf die wunderschöne Anleitung des Littel House Shawl gestoßen. Bisher habe ich Schultertücher/Dreieckstücher etc. immer durch Zunahmen gestrickt und am Ende, wenn man gaaaaaanz viele Maschen auf der Nadel und eigentlich schon keine Lust mehr hatte, kam dann noch eine Borte dran.
Hier ist es umgekehrt: Man nimmt fast 400 Maschen auf, strickt zuerst die Borte und nimmt dann regelmäßig ab, bis am Ende nur noch 3 Maschen auf der Nadel sind, die dann zusammengestrickt werden. Der Vorteil daran ist, dass es gefühlt viel schneller geht als andersrum, weil die Reihen immer kürzer werden. - Interessanter psychologischer Effekt :-)


Die Anleitung ist zwar auf Englisch (da bin ich da eigentlich immer ein bisschen zickig, weil ich mich einlesen muss) aber hier kapiert man wirklich schnell und es gibt auch gar nicht viel zu verstehen. Das gilt auch für die Borte. Man muss auch nicht in jeder Reihe Maschen zählen, sondern nur alle paar Reihen mal etwas aufmerksam sein. 


Ich habe die Produktion allerdings vorerst gestoppt, weil ich mir darüber klar werden möchte, ob mir die grauen Streifen gefallen oder ich doch beim Grün bleibe (Das ist übrigens das Knäuel von neulich). Evtl. wird das Ding bis zur Borte wieder aufgeribbelt. Aber nicht mehr heute. 

Ansonsten ist zwar heute Freitag, aber leider kein Gino-Tag. Bestimmte Umstände zwingen mich, heute auf den Spaziergang mit Gino zu verzichten. Denn meine achte Klasse hat die Lernstandserhebungen  in Deutsch geschrieben (was ich davon halte, sag ich hier lieber nicht) und ich "darf" sie korrigieren. 
Somit ist meine Wochenendbeschäftigung auch grün, aber irgendwie anders. 



Zum Glück stehen aber auch noch schöne Ereignisse an, für die es sich lohnt, die Korrekturen so schnell wie möglich vom Tisch zu schaffen. 
Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach wird am Sa und So von meinem Vocal-Ensemble aufgeführt. Es ist ein großartiges, ergreifendes Werk und natürlich passt es in diesen Blog, weil es hier um eine ganz besondere Gestaltungsweise von Musik geht :-)


Da neben all dem anderen so wenig Zeit für wollige Werke bleibt, muss ich wenigstens noch schnell meine "Zweikomponentensocke" vorstellen, die eigentlich türkis bleiben sollte. Bis zu dem Zeitpunkt nämlich, als ich sie, fertig bis auf die Spitze, über eine pinkfarbene Strumpfhose zog, die zu einem Kostüm einer Theateraufführung gehörte (ich trage ansonsten eher selten pinkfarbene Strumpfhosen....). 
Als nun die Spitze in Pink aus der türkisfarbenen Socke herausragte, überzeugte mich meine Theaterkollegin, dass es genauso sein muss. 



Nun passt allerdings das etwas raue Wolle-Leinen-Gemisch (gefärbt von Adoptivwolle) vom Material her so gar nicht zu dem kuschelweichen Alpaka-Sockengarn in Pink. Die Spitze hebt sich also nicht nur durch die Farbe ab und die Sensorik meiner Füße ist etwas irritiert. Aber ich finde sie ziemlich cool. Ein ganz neues Tragegefühl! 

1 Kommentar:

  1. Oho, der Grüne ist schön. Und das Grau darin passt sehr gut. Aber wo hättest Du Gino bisher versteckt?

    Liebe Grüße, Frilufa

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